Tag der non-formalen Bildung 2021

Dienstag, 4. Mai 2021 - Online

Beginn:
04.05.2021
Ende:
04.05.2021
Anmeldung:
Die Anmeldefrist ist abgelaufen.
Ort:
Online

Mit diesem Informationstag wollen wir Ihnen einen Einblick in die Vielfältigkeit der außerschulischen Kinder- und Jugendarbeit, der non-formalen Bildung geben und Sie zu einer eventuell künftigen Mitarbeit im Kinder- und Jugendbereich anregen.

Non-formale Bildung bezieht sich auf jedes außerhalb des formalen Curriculums geplante Programm zur persönlichen und sozialen Bildung für junge Menschen, das der Verbesserung bestimmter Fähigkeiten und Kompetenzen dient. Non-formale Bildung, wie sie in der Jugendarbeit und von vielen Jugendorganisationen und Gruppen praktiziert wird:

  • ist freiwillig, ganzheitlich und prozessorientiert
  • ist für jeden Menschen zugänglich (im Idealfall)
  • ist ein organisierter Prozess mit Bildungszielen
  • ist partizipativ
  • beruht auf Erfahrung und Handeln und setzt bei den Bedürfnissen der Lernenden an
  • vermittelt Lebensfertigkeiten und
  • bereitet die Lernenden auf ihre Rolle als aktive Bürgerinnen und Bürger vor
  • beinhaltet sowohl individuelles Lernen als auch Lernen in Gruppen

Formale, non-formale und informelle Bildung ergänzen einander und verstärken wechselseitig den lebenslangen Lernprozess.

Der Tag der non-formalen Bildung findet am Dienstag, 4. Mai 2021 statt

Wir erstellen - auf Basis Ihrer Anmeldung - einen persönlichen Stundenplan für Sie. Dieser wird Ihnen per Mail zugesendet. Die Links zu den Workshops bzw. der Eröffnung werden HIER veröffentlicht. Die Zugangsdaten werden Ihnen ebenfalls per Mail mitgeteilt.

Eröffnung 
um 08.15 Uhr Online
08.50 - 10.20 Uhr: Workshop 1
10.40 - 12.10 Uhr: Workshop 2
12.30 - 14.00 Uhr: Workshop 3

A) Suchtprävention im Kindesalter - Kinder für das Leben stärken

In der frühen Kindheit werden die Grundlagen für die Widerstandsfähigkeit gegenüber belastenden Einflüssen im späteren Leben gelegt. Tragfähige Beziehungen - innerhalb und außerhalb der Familie - spielen dabei eine entscheidende Rolle. Gemeinsam werden Schutz- und Risikofaktoren erörtert und Möglichkeiten für eine suchtpräventive Arbeit mit Kindern im Kindergarten- und Volksschulalter aufgezeigt.

Referentin: Pascale Sorg, Dipl. Soz.-Arb. (FH), VIVID - Fachstelle für Suchtprävention (90 Minuten)
 

B) Jugend zwischen Genuss und Sucht

Jugendarbeit kann einen wertvollen Beitrag dazu leisten, dass Jugendliche ihr Risikoverhalten kritisch betrachten und ein nicht gefährdendes / risikoarmes Konsumverhalten

erlernen. In diesem Workshop werden die Grundlagen von Suchtentwicklung und jugendlichem Risikoverhalten vermittelt. Es werden Methoden vorgestellt und reflektiert, anhand derer die genannten Themen in der Arbeit mit Jugendlichen bearbeitet werden können.

Referent: Mag. Klaus Ksander - VIVID - Fachstelle für Suchtprävention (90 Minuten)
 

C) Open Diversity

Im Open Diversity-Workshop dreht sich alles um Offenheit und Akzeptanz, um Zivilcourage und Engagement und vor allem um die Bekämpfung von Rassismus, Ausgrenzung und Angst. Ob Menschen mit Behinderung, verschiedenen sexuelle Orientierungen, Menschen mit Migrationshintergrund oder verschiedenen Glaubensrichtungen. All das macht unsere Gesellschaft aus, bereichert sie und macht sie erst zu dem, was sie heute ist. Im Workshop ist Platz, offen und ehrlich über diese durchaus auch kontrovers diskutierbaren Themen zu sprechen. Das oberste Prinzip ist dabei immer: Jede Meinung zählt, wird gehört und respektiert!  

Referent: Milad Kadhodaei (90 min)
  

D) Wer nichts tut, macht mit

Wie können wir die Kompetenzen der Kinder und Jugendlichen fördern, um bei Gewaltsituationen einzugreifen, statt zu zuschauen? Dazu kommen Inputs aus: Konflikte wahrnehmen - Notlagen erkennen können - eigene Verantwortung erkennen können - die Art der Hilfe wählen - die Ausführung der Hilfe - die Evaluation der Hilfe (was ist Erfolg?)

Referentin: Dr.in Ilse Gradwohl, Bakk. - Kolleg für Sozialpädagogik (90 Minuten)
 

E) Abenteuer Liebe - sexuelle Bildung

Themen rund um Sexualität berühren sowohl Kinder in der VS Schule als auch Jugendliche. Viele Fragen ergeben sich und Unsicherheiten tauchen auf, insbesondere durch die allgegenwärtige Präsenz von sexualisierten Bildern in den Medien. Oft fehlt die Unterstützung der Erwachsenen.  Aber auch auf Seiten der Erwachsenen entstehen Fragen und Unsicherheiten:   Wie sieht eine gute altersgerechte Begleitung der Kinder und Jugendlichen aus? Wie unterscheidet sich kindliche von erwachsener Sexualität? Wie kann man in kindgerechter Sprache Antwort geben? Was tun bei Grenzüberschreitungen? Durch Beispiele aus der praktischen Arbeit in der sexuellen Bildung wird im Workshop der Frage nachgegangenen, was für Kinder und Jugendliche in ihrer sexuellen Entwicklung hilfreich ist.

Referentinnen: Mag.a Ingrid Lackner und Jörg Kapeller, Abenteuer Liebe (90 Minuten)
 

F) (Cyber-)Mobbing und Gewalt im Netz

 Hass im Netz ist für viele Nutzerinnen und Nutzer Teil ihrer täglichen Online-Erfahrungen und Kinder und Jugendliche haben in besonderem Ausmaß mit Folgen von Online-Gewalt und vor allem mit digitalen Formen des Mobbings zu kämpfen. Was aber ist Mobbing genau? Wie unterscheidet sich Cyber-Mobbing von traditionellem Mobbing? Und was kann dagegen unternommen werden? In diesem Workshop beschäftigen wir uns mit dem System Mobbing, mit den unterschiedlichen Rollen, die innerhalb einer Gruppe in der gemobbt wird eingenommen werden und mit Strategien, wie Kinder und Jugendliche darin bestärkt werden können, einzugreifen und Mobbing zu verhindern.

Referent: Mag. Dr. Harald Koberg (Kompetenzstelle Digitale Gesellschaft, A6 - Fachabteilung Gesellschaft) (90 Minuten)
  

G) Außerschulisches Theater

Übungen und Aktivitäten:

  • zu den Grundlagen der Theaterpädagogischen Arbeit
  • zur Team- und Gruppenbildung
  • zur Selbst- und Fremdwahrnehmung (Wahrnehmungsfähigkeit, Aufmerksamkeit und Sensibilisierung)
  • zur Improvisation (Assoziationstechniken, Spiel nach Vorgaben, freies Spiel)
  • zur Rollenfindung und -gestaltung (Körperausdruck, Stimme, Zeit, Raum, Situation)

Referent: Mag. Tobias Kerschbaumer, Schauspieler/Sprecher tobiaskerschbaumer.at (90 Minuten)
  

H) Altersadäquate Aufklärung für Kinder

Wie kann ich unaufgeregt, liebevoll und ehrlich mit Kindern über Körper, Gefühle, Grenzen und woher die Babys kommen sprechen? Wir geben einen Überblick darüber, was wir unter kindlicher Sexualität verstehen können und wie sie sich äußert. Welche Unterschiede bestehen zwischen kindlicher und erwachsener Sexualität und warum sind diese theoretischen Unterscheidungen in der Praxis wichtig? In welchen Dimensionen entwickelt sich die kindliche Sexualität und wie können Pädagog*innen diese im Alltag fördern? Was sind die Säulen einer gesunden psychosexuellen Entwicklung? Diesen Fragen gehen wir gemeinsam nach, probieren Spiele aus und diskutieren miteinander.

Referentinnen: Lil* -Zentrum für Sexuelle Bildung, Kommunikations- und Gesundheitsförderung: Team Lil* (90 Minuten)

I) Was hilft mir, wenn es stürmt? - Kinder und Jugendliche im Blick nach einer Trennung/Scheidung oder dem Tod eines nahen Angehörigen

Wenn es in einer Familie zu einer Trennung/der Eltern Scheidung oder zum Tod einer nahen Bezugsperson kommt, stellt dies für alle Betroffenen einen großen Einschnitt dar. Die neue Lebenssituation löst bei den Kindern Verunsicherung, unterschiedliche Ängste oder Schuldgefühle aus. Verhaltensauffälligkeiten werden oft oder gerade im sozialen Gefüge schnell spürbar und sichtbar.

Darum ist es besonders wichtig, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen, um das Verhalten von Kindern und Jugendlichen richtig zu interpretieren und ihre Bedürfnisse adäquat zu beantworten. Denn gerade Kindergarten oder Schule bieten Kindern einen „trauerfreien" Raum, der ihnen in ihrer oft ins Wanken geratenen Umgebung viel Halt und Sicherheit vermitteln kann. Nahe erwachsene Bezugspersonen sind wesentlich für die Bewältigung dieser Krisenzeit, indem sie Beziehung und Unterstützung anbieten.

Im Fokus dieser Fortbildung steht einerseits die Informationsvermittlung und Wissenserweiterung in Bezug auf das Verhalten, die Reaktionen und die Unterstützungsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche, die einen Verlust durch Trennung/Scheidung oder Tod erleben. Andererseits wird eine Sensibilisierung für die Perspektiven und Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen im Umgang mit Verlust geschaffen. Anhand von Methoden werden Impulse für Möglichkeiten der Unterstützung gegeben.

Referentin: DSAin Ursula Molitschnig, Landesleitung Steiermark, Bereichsleitung Trauer (90 Minuten)

 

J) Interkulturelle Begegnung - Konfliktpotenziale und Chancen

Interkulturelle Kompetenz stärken - unter diesem Motto beschäftigen wir uns mit der Frage,

  • wie unsere eigenen kulturellen Prägungen unser Handeln beeinflussen
  • wie Kommunikation zwischen Menschen aus unterschiedlichen Kulturen unter  diesem Aspekt gelingen oder misslingen kann
  • wie unbewusste Vorurteile wirken oder unsere Arbeit beeinflussen können
  • wo und wie sich Alltagsrassismus in Österreich/Steiermark/Graz manifestiert und auswirkt.

Analyse und Hilfestellung in Bezug auf berufsrelevante Problemfelder

Ergänzend wollen wir uns mit folgenden Themen auseinandersetzen:

  • Migrationsursachen (z. B. ökonomische Zusammenhänge u. a.) bewusst machen
  • Integration - Denkansätze und Problemstellungen, Kulturschock und enttäuschte Erwartungen
  • Sprache und political correctness (Sprache als Ausdruck und Vermittler von Denkhaltungen)
  • Tiefere Einblicke in eine andere - am Beispiel der afrikanischen - Kultur gewinnen (Rollenverhalten und -erwartungen, Umgang mit Autoritäten und Hierarchien, Erziehungsstile, ...)

Referent: Fred Ohenhen, ISOP Bereich Interkulturelle Bildung, Leiter des Projektes IKU für Kindergärten, Volks- und Berufsschulen. (90 Minuten)

 

 

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