Tag der Offenen Jugendarbeit 2026
Es gibt freie Plätze, Sie können sich hier online verbindlich anmelden.
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Karmeliterplatz 3
8010 Graz
Wir freuen uns, beim Tag der Offenen Jugendarbeit aus jeder Einrichtung Standortleitungen und Mitarbeiter*innen begrüßen zu dürfen!
Das Programm:
10:00 Begrüßung Referat Jugend
Vorstellung Projekt Demokratie, Medien & Geschlechter-kompetenz
Eckpunkte zur „Manosphere" und Infos was die Jugendarbeit dazu wissen muss und wie man dem entgegentreten kann.
Alex Moschitz, Verein für Männer und Geschlechterthemen
Monitoring und Umsetzung der Gewaltschutzkonzepte
Nachdem sich di Offene Jugendarbeit in den letzten Jahren verstärkt mit Gewaltschutz beschäftigt und Gewaltschutzkonzepte erstellt hat, rückt nun die Umsetzung und Qualitätssicherung in den Mittelpunkt. Im Vortrag sollen Qualitätsstandards erläutert und Umsetzungsmöglichkeiten in der Jugendarbeit diskutiert werden. Eine Sammlung von "Good-practices" und der Austausch konkreter Umsetzungsideen der Fachkräfte soll ermutigen und motivieren, den Gewaltschutz in der eigenen Einrichtung beständig weiter zu entwickeln.
Mag.a Dr.in Yvonne Seidler, Hazissa
12.30 - Mittagspause
13.30 - 15:30 Workshops
Fallwerkstatt Jugend und Gewalt. Es werden kurz verschiedene Gewaltformen (physische, psychische aber auch digitale Formen wie Verhetzung und sexualisierte Gewalt im virtuellen Raum) vorgestellt, um dann auf entsprechende Angebote der Täterarbeit einzugehen. Im Anschluss können die TeilnehmerInnen eigene Fälle einbringen, und wir können mögliche Interventionen oder Angebote für diese Jugendlichen besprechen.
Mag. (FH) Christian Brickmann, Neustart
Gewalt & KI. Aktuelle Entwicklungen im Online-Raum und ihre Bedeutung für die Offene Jugendarbeit: Der Workshop gibt Einblick in den Einsatz von Künstlicher Intelligenz und Deepfakes im Kontext der Sexualpädagogik, insbesondere im Bereich Pornografiekompetenz. Forschung und Praxis zeigen deutlich, dass viele Jugendliche bereits früh mit pornografischen und teils manipulierten Inhalten in Kontakt kommen, während pädagogische Konzepte und Materialien oft hinter dieser Entwicklung zurückbleiben. Im Fokus des Workshops stehen deshalb konkrete, im Alltag umsetzbare Ansätze: offene Gespräche ermöglichen, Unsicherheiten ansprechen und gemeinsam kritisch hinterfragen, wie realistisch dargestellte Inhalte tatsächlich sind. Anstatt umfassende Lösungen zu versprechen, werden wir kleine, kontinuierliche Schritte in der Bildungsarbeit fokussieren - etwa durch niedrigschwellige Gesprächsangebote und die Stärkung von Reflexionsfähigkeit im Umgang mit digitalen Medien.
Fabian Malfent, BA: Verein für Männer und Geschlechterthemen
Handlungsmacht zurückholen: Prävention und Schutz im Kontext von „Gewalt im Namen der Ehre" und Zwangsheirat"
In diesem Workshop möchten unsere Einrichtungen DIVAN und CariM vorstellen und gemeinsam zentrale Themen beleuchten, die uns in unserer Arbeit immer wieder begegnen: Gewalt im Namen der „Ehre" bzw. verwandtschaftsbasierte Geschlechtergewalt, Zwangsheirat und Verschleppung. Gemeinsam erarbeiten wir die Hintergründe dieser Gewaltformen und besprechen, wie in der Praxis Verdachtsfälle erkannt und angemessen gehandelt werden kann. Dabei wird die Thematik sowohl aus dem Blickpunkt der Frauenberatung als auch der interkulturellen Männerarbeit besprochen."
Mag.a Hannah Pacher-Schöffmann (DIVAN) und Lena Trummer (CariM); Caritas der Diözese Graz Seckau
Deeskalationsmanagement in Jugendzentren
In diesem Workshop beschäftigen sich Mitarbeiter*innen der offenen Jugendarbeit mit Eskalationen in Jugendzentren und beleuchten dabei personale sowie institutionelle Präventionsmaßnahmen.
Mag.ª (FH) Annemarie Siegl, MSc, Gewaltschutz Akademie
Nie genug - Medial motivierte Selbstoptimierung als Gewalt gegen sich selbst
Die Steigerungslogik ist tief in der Struktur des Internet, wie wir es heute erleben, verwurzelt. Alles Neue muss das Vorhandene übertreffen. Das gilt auch für Selbstoptimierungsangebote, die dabei unterstützen, fitter, schöner, effektiver, erfolgreicher oder gesünder zu werden. Belastungsgrenzen werden hier weitgehend ausgeblendet und Zufriedenheit mit dem Status Quo ist ein Störfaktor. Nichts und niemand ist je genug.
In diesem Workshop stellen wir uns die Frage, was diese Steigerungslogik mit Jugendlichen macht. Wo ist sie besonders greifbar? Wo ist der Übergang, von einem gesunden Arbeiten am Selbst hin zu rücksichtsloser Optimierung und daraus entstehender Überforderung? Und wie können wir als Fachkräfte zu positiven Entwürfen beitragen?
Dr. Harald Koberg (Referat Jugend, Ludovico)



