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„Aufschließen, Girls!“

Girls Day 2018 in der Erzherzog-Johann-Kaserne in Straß.

Am 26.04.2018 war es wieder soweit -  die Erzherzog-Johann-Kaserne in Straß öffnete wieder seine Pforten für den steirischen Girls Day 2018. Insgesamt 230 junge Frauen stürmten aufgeregt und interessiert die Kaserne in Straß. An zehn unterschiedlichen Stationen konnten die Besucherinnen unter strenger Aufsicht von erfahrenen Soldatinnen und Soldaten sich im Soldatenberuf üben wie zum Beispiel im Halten einer Waffe, klettern, mit dem Panzer mitfahren und einen Hubschrauber von der Nähe besichtigen oder mit dem Boot 65 km/h schnell über die Mur flitzen.Herr Major Alexander Krobath vom Heerespersonalamt nahm sich für jede Frage der „Girls Day" Besucherinnen Zeit und gab Auskünfte zur Aufnahmeprüfung und den beruflichen Möglichkeiten. Auf die Frage wie er einen typischen Soldaten bzw. eine typische Soldatin beschreibt, antwortet er: „Fokussiert, teamfähig und belastbar!". Weiters sagte er, dass bei der Aufnahmeprüfung nicht nur die sportliche Fitness getestet wird, sondern auch die Kognitive. Besonders wichtig seien dabei die sozialen Kompetenzen der Anwärterinnen und Anwärter.

Eine 21-jährige junge Frau Wachmeister vom Jägerbatailion meinte: „Für mich war es die richtige Entscheidung und ich würde mich jederzeit wieder für das österreichische Bundesheer entscheiden!". Sie schätzt, dass Frauen und Männer für die gleichen Tätigkeiten den selben Verdienst erhalten. Als das Regionale Jugendmanagement Südweststeiermark nachfragt, wie der Job bei jungen Männern am Wochenende in der Disco ankommt, meinte die junge Soldatin selbstbewusst: „Ich bin stolz Soldatin zu sein und viele Jungs finden das cool!".  Eine weitere Frau Wachtmeister (34) fügte noch hinzu: „Ich habe mich vor 25 Jahre bewusst für das Bundesheer entschieden und es auch nie bereut!". Davor habe die 34-jährige junge Frau eine Lehre zur Elektrikerin absolviert und im Anschluss den Kindheitstraum „Soldatin" erfüllt.  Bei ihren Erzählungen über den Arbeitsalltag beim Heer, hebt sie vor allem die Flexibilität hervor und das auch private Wünsche berücksichtigt werden - so nehmen beispielsweise mehr Männer den Papamonat und eine Karenz in Anspruch als in der sogenannten Privatwirtschaft. Den Grund sehe sie darin, dass Männer beim Heer keinen beruflichen Nachteil deswegen haben. Die 34-jährige berichtete weiter, dass in den Sommermonaten die Kinder der Soldatinnen und Soldaten die Kaserne friedlich erobern. Am Gelände der Erzherzog-Johann-Kaserne wird dann ein abwechslungsreiches Kinderbetreuungsprogramm geboten. Auch sei ein Projektkindergarten in Planung, der noch einmal die hohe Vereinbarkeit von Familie und Heer unterstreicht. Die geregelten Arbeitszeiten und freien Wochenenden sind für die 34-jährige ebenfalls ein weiterer Anreiz. Frauen sind in der Kaserne in Straß willkommen. Ein junger Herr Wachtmeister meinte: „Frauen machen das Heer menschlicher, der Umgang untereinander ist einfach ein anderer, wenn Frauen in der Einheit sind".

Selbst Regionsvorsitzende LAbg. Helga Kügerl zeigte sich begeistert und sagte: „Beim Heer hat man Möglichkeiten sich beruflich weiterzuentwickeln oder zu verändern. Wenn ich noch einmal jung wäre, würde ich auch zum Heer gehen. Ich bin der Typ dazu!". Der Bundesminister für Landesverteidigung ließ es sich nicht nehmen und kam extra von Wien um den Girls Day in Straß zu besuchen. Äußerst sympathisch und völlig unkompliziert oder „chillig", wie man im Jugendchargon sagt, gab Mario Kunasek den jungen „Girls Day" Besucherinnen Tipps und Ratschläge für die Aufnahmeprüfungen sowie eine Karriere beim Heer. Er zeigte den jungen Frauen fachmännisch beispielsweise beim Schusssimmulationsgerät das richtige Hantieren mit Waffen. Sehr interessiert erkundigte er sich ebenfalls nach den bisherigen Erfahrungen der jungen Soldatinnen und erzählte aus seiner Zeit als Ausbildner.

Das Regionale Jugendmanagement Südweststeiermark fragte bei den Girls Day Besucherinnen nach, warum sie beim Heer „einrücken" wollen. Die meisten Antworten waren: „Die vielen Berufsfelder, die zahlreichen Berufs- sowie Weiterbildungsmöglichkeiten, der gute Verdienst und die ständigen sportlichen Herausforderungen".  Eine 17-jährige Besucherin, die kurz vor der Matura steht, verspürt aber eine intrinsische Motivation: „Ich will mein Land verteidigen!". Herr NAbg. Josef Riemer war tief beeindruckt von dieser Aussage und der Ernsthaftigkeit in der künftigen Berufswahl der jungen Frau.

Das Regionale Jugendmanagement Südweststeiermark ist im nächsten Jahr bestimmt wieder dabei und vielleicht, gibt es bis dahin bereits weiteren weiblichen Zuwachs in der Erzherzog-Johann-Kaserne in Straß. 

 

 

Herr Minister Kunasek beim AbschlussfotoLAbg. Helga Kügerl im EinsatzHerr Minister Kunasek im Gespräch
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