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Wie tickt die steirische Jugend?!

Die Kleine Zeitung berichtete in einer sechsteiligen Serie über die steirische Jugendstudie 2017. Die steirischen Jugendlichen blicken mit Zuversicht in die Zukunft und „leben weiter im pragmatischen Hightech-Biedermeier mit sozialer Nahraumorientierung", so fassen die Autoren der Jugendstudie die Stimmung unserer Schüler und Lehrlinge zusammen. Befragt wurden insgesamt 2257 Jugendliche zwischen 12 und 20 Jahren.

Die Jungend steht auf einem festen Fundament, den für über 72% der Befragten steht die Familie als wichtigster Wert ganz oben, gefolgt von Gesundheit, Spaß haben, Freundschaft, Beruf und Bildung. Das aktive Wahlrecht hat für besonders viele Jugendliche an Bedeutung gewonnen, im Vergleich mit der Studie aus dem Jahr 2007.

Die große Party ist vorbei - die Wichtigkeit des Faktors „Partys und Ausgehen" ist deutlich gesunken.

Sie lassen Daten statt Worte sprechen, telefoniert wird überhaupt nicht mehr. 4,5 Stunden pro Tag verbringen steierische Jugendliche im Schnitt in sozialen Netzwerken - Jugendliche in Graz sogar 5,5 Stunden pro Tag. Auf Platz eins der Nutzung sozialer Netzwerke steht WhatsApp gefolgt von Youtube und Snapchat.

Das Jugendschutzgesetz wird mit Ignoranz bestraft. Bernd Hecke von der Kleinen Zeitung fasste es so zusammen: „Stell dir vor, es gibt eine Jugendschutzgesetz, aber keinen kümmert´s."

Über 73% der Befragten gaben an, Alkohol - illegal - bereits vor dem 16. Geburtstag getrunken zu haben.

Als erfreulich darf aus der Studie herausgestrichen werden, dass das Interesse an Politik steigt und auch die Bereitschaft bei der nächsten Wahl zur Urne zu schreiten. Ebenso steigt das Vertrauen in die Demokratie.

Geld oder Freizeit? - Betriebsklima und „Work-Life-Balance" sind vielen Berufseinsteigern wesentliche wichtiger aus die Höhe des Gehalts. Es sind die „weichen Faktoren", die zählen. Entscheidungskriterien wie Betriebsklima, sicherer Arbeitsplatz und Work-Life-Balance sind wesentlich wichtigere Faktoren als Entlohnung und Aufstiegsperspektiven. Dennoch ist zu erwähnen, dass Eltern eine maßgebliche Rolle bei der Schul- und Berufswahl spielen. 92% diskutieren dies mehr oder weniger intensiv mit den Eltern aus. Doch während bei der Studie 2014 noch jeder fünfte Jugendliche angab, dass ausschließlich die Eltern die Entscheidung treffen, waren dies heuer „nur" mehr elf Prozent. In das unternehmerische Risiko möchten sich rund 13,9% der Burschen und nur 5,3% der Mädchen stürzen.

Erfahrungen mit Gewalt sind selten! Die meisten steierischen Jugendlichen sind in ihrem Alltag nur selten mit Gewalt, Mobbing oder Rassismus konfrontiert. 88,5% gaben an in den letzten 12 Monaten nie Opfer von Gewalt durch andere Jugendliche geworden zu sein. Jugendliche mit Migrationshintergrund trifft es signifikant öfter.#

Die Gesamtversion der steirischen Jugendstudie in der Kleinen Zeitung --> Externe Verknüpfung hier

Quelle: Kleine Zeitung; Die Arge Jugend gegen Gewalt und Rassismus und die Sozialforschung „x-sample" haben die „5. steirische Jugendstudie 2017" verfasst. Befragt wurden 2257 Schüler zwischen 12 und 20 Jahren (von Pflichtschulen, AHS, BMHS und Berufsschulen) aus dem ganzen Bundesland. Projektpartner: Bildungsressort Land Steiermark, Familienressorts Stadt Graz, Arbeiterkammer, Wirtschaftskammer sowie der Landesschulrat Steiermark.

Steirische Jugendstudie!? © Regionalentwicklung Oststeiermark
Steirische Jugendstudie!?
© Regionalentwicklung Oststeiermark
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