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Tag der nonformalen Bildung 2020

Dienstag, 5. Mai 2020 - KPH Graz

Beginn:
05.05.2020
Ende:
05.05.2020
Anmeldung:
Die Anmeldefrist ist abgelaufen.
Ort:
Augustinum - KPH Graz
Lange Gasse 2
8010   Graz

Non-fomale Bildung

Non-formale Bildung bezieht sich auf jedes außerhalb des formalen Curriculums geplante Programm zur persönlichen und sozialen Bildung für junge Menschen, das der Verbesserung bestimmter Fähigkeiten und Kompetenzen dient. Non-formale Bildung, wie sie in der Jugendarbeit und von vielen Jugendorganisationen und Gruppen praktiziert wird:

  • ist freiwillig, ganzheitlich und prozessorientiert
  • ist für jeden Menschen zugänglich (im Idealfall)
  • ist ein organisierter Prozess mit Bildungszielen
  • ist partizipativ
  • beruht auf Erfahrung und Handeln und setzt bei den Bedürfnissen der Lernenden an
  • vermittelt Lebensfertigkeiten und
  • bereitet die Lernenden auf ihre Rolle als aktive Bürger und Bürgerinnen vor
    beinhaltet sowohl individuelles Lernen als auch Lernen in Gruppen


Formale, non-formale und informelle Bildung ergänzen einander und verstärken wechselseitig den lebenslangen Lernprozess.

Mit diesem Informationstag wollen wir Ihnen einen Einblick in die Vielfältigkeit der außerschulischen Kinder- und Jugendarbeit, der non-formalen Bildung geben und Sie zu einer eventuell künftigen Mitarbeit im Kinder- und Jugendbereich anregen.

Zeiteinteilung

Dienstag,05. Mai 2020

Wir erstellen für Sie - auf Basis Ihrer Anmeldung - einen persönlichen Stundenplan. Diesen erhalten Sie am Tag der Veranstaltung bei der Anmeldung im Bereich des Foyers Kirchplatz im 1. Stock.

07.30 - 08.00 Uhr Anmeldung

08.15 - 08.45 Uhr Eröffnung bei der Anmeldung: Kirchplatz

08.50 - 10.20 Uhr - Workshop 1

10.40 - 12.10 Uhr - Workshop 2

12.30 - 14.00 Uhr - Workshop 3

Workshops 2020

A. Jugend zwischen Genuss und Sucht

Jugendarbeit kann einen wertvollen Beitrag dazu leisten, dass Jugendliche ihr Risikoverhalten kritisch betrachten und genussvolleres Konsumverhalten erlernen. In diesem Workshop werden die Grundlagen von Suchtentwicklung und jugendlichem Risikoverhalten vermittelt und Methoden durchgeführt und reflektiert, anhand derer diese Themen in der Arbeit mit Jugendlichen bearbeitet werden können.

Referent: Mag. Lukas Schmuckermair - VIVID - Abteilung Jugendalter (90 Minuten)

B. Suchtprävention im Kindesalter - Kinder für das Leben stärken

In der frühen Kindheit werden die Grundlagen für die Widerstandsfähigkeit gegenüber belastenden Einflüssen im späteren Leben gelegt. Tragfähige Beziehungen - innerhalb und außerhalb der Familie - spielen dabei eine entscheidende Rolle. Gemeinsam wird der Frage nachgegangen, wie eine suchtpräventive Einrichtung aussieht und mit welchen Möglichkeiten Suchtprävention  in der täglichen Arbeit mit Kindern im Kindergarten- und Volksschulalter gelingen kann.

Referentin: Pascale Sorg, Dipl. Soz.-Arb. (FH), VIVID - Abteilung Kindesalter (90 Minuten)

C. Open Diversity

Im Open Diversity-Workshop dreht sich alles um Offenheit und Akzeptanz, um Zivilcourage und Engagement und vor allem um die Bekämpfung von Rassismus, Ausgrenzung und Angst. Ob Menschen mit Behinderung, verschiedenen sexuelle Orientierungen, Menschen mit Migrationshintergrund oder verschiedenen Glaubensrichtungen. All das macht unsere Gesellschaft aus, bereichert sie und macht sie erst zu dem, was sie heute ist. Im Workshop ist Platz, offen und ehrlich über diese durchaus auch kontrovers diskutierbaren Themen zu sprechen. Das oberste Prinzip ist dabei immer: Jede Meinung zählt, wird gehört und respektiert!  

Referent: Milad Kadhodaei (90 min)

D. Wer nichts tut, macht mit

Wie können wir die Kompetenzen der Kinder und Jugendlichen fördern, um bei Gewaltsituationen einzugreifen, statt zu zuschauen? Dazu kommen Inputs aus: Konflikte wahrnehmen - Notlagen erkennen können - eigene Verantwortung erkennen können - die Art der Hilfe wählen - die Ausführung der Hilfe - die Evaluation der Hilfe (was ist Erfolg?)

Referentin: Mag.a Ilse Gradwohl, Bakk. - Kolleg für Sozialpädagogik (90 Minuten)

 E. Abenteuer Liebe - sexuelle Bildung

Themen rund um Sexualität berühren sowohl Kinder in Kindergarten und Schule als auch Jugendliche. Viele Fragen ergeben sich und Unsicherheiten tauchen auf. Oft fehlt die Unterstützung der Erwachsenen.  Aber auch auf Seiten der Erwachsenen entstehen Fragen und Unsicherheiten:   Wie sieht eine gute altersgerechte Begleitung der Kinder und Jugendlichen aus? Wie unterscheidet sich kindliche von erwachsener Sexualität? Wie kann man in kindgerechter Sprache Antwort geben? Was tun bei Grenzüberschreitungen? Durch Beispiele aus der praktischen Arbeit in der sexuellen Bildung wird Im Workshop der Frage nachgegangenen, was für Kinder und Jugendliche in ihrer sexuellen Entwicklung hilfreich ist.

Referentin: Mag.a Ingrid Lackner Abenteuer Liebe (90 Minuten)

F. Digitale Medien - Chance oder Gefahr

Digitale Medien sind mittlerweile in alle Lebensbereiche vorgedrungen und werden von einer immer jüngeren Zielgruppe genutzt. Der Einstieg, teilweise sogar mit dem eigenen Smartphone, ist bereits im Volksschulalter. Mit den positiven Aspekten werden vor allem auch die Herausforderungen mit in den Schulalltag genommen. Privatsphäre, Kettenbriefe, Fake News, Cybermobbing und rechtliche Grundlagen sind Themen die notwendigerweise schon in diesem Alter besprochen werden müssen. Deshalb ist es wichtig, neben den Eltern auch Lehrende im Umgang mit digitalen Medien zu schulen. Es gilt, ein Bewusstsein zu schaffen um die vielen Vorteile nutzen zu können und Gefahren sicher aus dem Weg gehen zu können.

Referent: Christiann Barboric (IT-School)

G.  L(i)ebenslust: Altersadäquate Aufklärung mit Kindern

Unaufgeregt, liebevoll und ehrlich mit Kindern über Körper, Gefühle, Grenzen und woher die Babys kommen sprechen. Literaturtipps und Bücher werden mitgebacht.

Referentinnen: Team Lil* (90 Minuten)

H.  Spielerischer Zugang zur politischen Bildung (mit Europaschwerpunkt)

Mit spielerischen Methoden in entschleunigten Lernsituationen ohne Zwang, können kompetente PädagogInnen und WorkshopleiterInnen schon Volksschulkinder für die Idee Europa interessieren und begeistern und gleichzeitig auf tagesaktuelle Europathemen reagieren. Ein wichtiger Punkt ist für diesen Zweck vor allem die Auswahlmöglichkeit von Methoden, die zielgruppenadäquat zum Einsatz kommen sollen. Im Rahmen des Workshops werden unterschiedlichen Zugänge der „Panthersie für Europa" präsentiert. Einzelne Methoden werden angespielt und können in anschließenden Reflektionsrunden genauer unter die Lupe genommen werden. Kernidee: Politische (Europa-)Bildung für Volksschulen greifbar machen und Europäisches Bewusstsein stärken.

Referent: Mag. Konrad Fellerer und Mag. Markus Plasencia (Panthersie für Europa/Verein Sozialprofil)I.

I. Was hilft mir, wenn es stürmt? - Kinder und Jugendliche im Blick nach einer Trennung/Scheidung oder dem Tod eines nahen Angehörigen

Wenn es in einer Familie zu einer Trennung/der Eltern Scheidung oder zum Tod einer nahen Bezugsperson kommt, stellt dies für alle Betroffenen einen großen Einschnitt dar. Die neue Lebenssituation löst bei den Kindern Verunsicherung, unterschiedliche Ängste oder Schuldgefühle aus. Verhaltensauffälligkeiten werden oft oder gerade im sozialen Gefüge schnell spürbar und sichtbar.

Darum ist es besonders wichtig, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen, um das Verhalten von Kindern und Jugendlichen richtig zu interpretieren und ihre Bedürfnisse adäquat zu beantworten. Denn gerade Kindergarten oder Schule bieten Kindern einen „trauerfreien" Raum, der ihnen in ihrer oft ins Wanken geratenen Umgebung viel Halt und Sicherheit vermitteln kann. Nahe erwachsene Bezugspersonen sind wesentlich für die Bewältigung dieser Krisenzeit, indem sie Beziehung und Unterstützung anbieten.

Im Fokus dieser Fortbildung steht einerseits die Informationsvermittlung und Wissenserweiterung in Bezug auf das Verhalten, die Reaktionen und die Unterstützungsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche, die einen Verlust durch Trennung/Scheidung oder Tod erleben. Andererseits wird eine Sensibilisierung für die Perspektiven und Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen im Umgang mit Verlust geschaffen. Anhand von Methoden werden Impulse für Möglichkeiten der Unterstützung gegeben.

Referentin: DSAin Ursula Molitschnig, Landesleitung Steiermark, Bereichsleitung Trauer

  

J. Interkulturelle Begegnung - Konfliktpotenziale und Chancen

Interkulturelle Kompetenz stärken - unter diesem Motto beschäftigen wir uns mit der Frage,

  • wie unsere eigenen kulturellen Prägungen unser Handeln beeinflussen
  • wie Kommunikation zwischen Menschen aus unterschiedlichen Kulturen unter  diesem Aspekt gelingen oder misslingen kann
  • wie unbewusste Vorurteile wirken oder unsere Arbeit beeinflussen können
  • wo und wie sich Alltagsrassismus in Österreich/Steiermark/Graz manifestiert und auswirkt.
  • Analyse und Hilfestellung in Bezug auf berufsrelevante Problemfelder

Ergänzend wollen wir uns mit folgenden Themen auseinandersetzen:

  • Migrationsursachen (z. B. ökonomische Zusammenhänge u. a.) bewusst machen
  • Integration - Denkansätze und Problemstellungen, Kulturschock und enttäuschte Erwartungen
  • Sprache und political correctness (Sprache als Ausdruck und Vermittler von Denkhaltungen)
  • Tiefere Einblicke in eine andere - am Beispiel der afrikanischen - Kultur gewinnen (Rollenverhalten und -erwartungen, Umgang mit Autoritäten und Hierarchien, Erziehungsstile, ...)

Referent: Fred Ohenhen, ISOP Bereich Interkulturelle Bildung, Leiter des Projektes IKU für Kindergärten, Volks- und Berufsschulen.

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