69. Rede- und Präsentationswettbewerb 2022

14. bis 28. Februar 2022 online Vorbewerb und am 22. und 23. März 2022 das Finale im BORG Feldbach

Der Österreichische Bundes- und Landesjugendredewettbewerb steht für die Möglichkeit junger Menschen, ihre Meinungen und Gedanken frei zu äußern, dies jedoch in Respekt vor anderen und ohne, dass es zu einer Abwertung von einzelnen Personen oder Gruppen unter anderem aufgrund von Geschlecht, Geschlechtsidentität, sexueller Orientierung, Behinderung, ethnischer Zugehörigkeit, nationaler Herkunft oder religiöser Zugehörigkeit kommt.

Der Bewerb wird österreichweit durch das Kuratorium „Österreichischer Jugendredewettbewerb" koordiniert und in der Steiermark von der Abteilung 6 des Landes - Fachabteilung Gesellschaft, Referat Jugend durchgeführt. Die Bildungsdirektion Steiermark unterstützt den Redewettbewerb, im Besonderen durch die in den Schulen damit betrauten Pädagog*innen.

Aufgrund der großen Beteiligung in der Kategorie Klassische Rede, gibt es ab heuer einen Vorbewerb. Dieser wird in digitaler Form durchgeführt.

Wir möchten alle Pädagog*innen und Jugendarbeiter*innen herzlich einladen, ihre Schüler*innen bzw. Jugendlichen zur aktiven Teilnahme an diesem Wettbewerb zu motivieren und sie bei der Vorbe­reitung zu unterstützen und die Info auch an Interessierte weiterzuleiten.

  • Jugendliche der 8. Schulstufe (MS und AHS): Jahrgänge 2006 bis 2009
  • Jugendliche der Polytechnischer Schulen und Alternativformen: Jahrgänge 2003 bis 2007
  • Jugendliche der Mittleren und Höheren Schulen (9. bis 13. Schulstufe): Jahrgänge 2001 bis 2007
  • Jugendliche der Berufsschulen und Lehrlinge: Jahrgänge 1998 bis 2006
  • Jugendliche der Berufsschulen und Lehrlinge in den Kategorien Neues Sprachrohr und Spontanrede: Jahrgänge 2001 bis 2006

Bei Jugendlichen, die ihre Ausbildung abgebrochen haben, gilt in der Kategorie der Klassischen Rede, der zuletzt besuchte Schultyp.

Die Landesjugendredewettbewerbe gelten als schulbezogene Veranstaltungen. Schüler*innen werden daher für die Teilnahme vom Unterricht freigestellt!

Der Vorbeweb in der Kategorie der Klassischen Rede findet in der Zeit von 14. bis 28. Februar 2022 online statt. In diesem Zeitraum kann eine Videoaufzeichnung hochgeladen werden, Informationen dazu unter Punkt 5.1 sowie nach der Anmeldung.

Der Landesjugendredewettbewerb mit dem Finale der Klassischen Rede sowie die Kategorien Spontanrede und Neues Sprachrohr werden am 22. und 23. März 2022 im BORG Feldbach durchgeführt.

Nur für Jugendliche, die am Bewerb teilnehmen und von weither anreisen und somit keine Möglichkeit einer rechtzeitigen An- oder Abreise haben, besteht nach Voranmeldung eine kostenlose Übernachtungs­möglich­keit in einem Mehrbettzimmer. Eine Aufzahlung auf ein Einzelzimmer ist bei Wunsch selbst zu tragen. Die Kosten für die Anreise mit dem öffentlichen Verkehrsmittel werden, nach Vorlage des Tickets, vor Ort rückerstattet. Der genaue Zeitplan und weitere Infos zum Bewerb werden den Teilnehmenden rechtzeitig mitgeteilt.

Da pro Schule maximal 9 Jugendliche (außer Berufsschulen, hier gibt es keine Begrenzung) zugelassen sind, schlagen wir bei großem Interesse an einer Schule vor, einen schulinternen Bewerb durchzuführen. Die Anmeldung sollte dann durch eine Kontaktperson an der Schule erfolgen.

Es ist nur eine Online-Anmeldung unter  www.jugendreferat.steiermark.at möglich!

Anmeldefristen:

  • für die Vorbereitungsseminare: Montag, 24. Jänner 2022
  • für den Bewerb mit Vorbewerb der Kategorie Klassische Rede: Montag, 14. Februar 2022
  • für den Bewerb der Kategorien Spontanrede und Neues Sprachrohr: Montag, 28. Februar 2022

Das Thema ist bei den vorbereiteten Reden (Klassische Rede und das Neue Sprachrohr) frei wählbar, sofern es sich um einen argumentativ vertretenen Standpunkt handelt, der von allgemeinem gesellschaftlichem Interesse ist, kein fremdes geistiges Eigentum darstellt und nicht gegen geltende Gesetze verstößt. Der Themen­bereich ist bei der Spontanrede bei der Anmeldung bekanntzugeben. Themenänderungen sind vor dem Bewerb zu melden.

Bisher verwendete Redethemen können auf www.jugendportal.at/redewettbewerb nachgelesen werden.

5.1 Klassische Rede

Die Rede ist als Meinungsrede anzulegen, in der dem Publikum eigene Erkenntnisse, Appelle und Forderungen zu einem Thema von öffentlichem Interesse vorgetragen werden. Wichtig sind dabei eine sachliche, nachvollziehbare Argumentation und eine redegerechte Darbietung der eigenen Anliegen.

Die vorgeschriebene Rededauer beträgt sechs bis acht Minuten. Es soll weitgehend frei gesprochen werden. Ein Konzept oder Redetext kann mitgebracht werden, andere Gestaltungshilfen sind nicht erlaubt.

Für den Vorbewerb ist die Rede aufzuzeichnen, und zwar ohne Schnitte, Unterbrechungen oder sonstige filmische Gestaltungsmittel. Die Dateibezeichnung sollte den Zu- und Vornamen sowie den Titel der Rede/ der Präsentation enthalten. Z.B: Huber_Max_Titel.mp4. Das Video muss nicht hochauflösend sein, es ist aber jedenfalls auf eine ausreichende Tonqualität zu achten. Die Jury behält sich vor, technisch grob mangelhafte (unverständliche) Beiträge von der Bewertung auszunehmen. Nach erfolgter Anmeldung wird eine Information ausgeschickt, wo und wie das Video hochzuladen ist. Ab 1. März wird dann über die Zulassung zum Finale informiert.

Beim Finale ist dieselbe Rede nochmals vor Publikum vorzutragen. Danach werden zwei bis drei kurze Fragen gestellt. Die Antworten werden bei der Bewertung von der Jury mitberücksichtigt.

5.2 Spontanrede
Die Teilnehmer*innen entscheiden sich schon bei der Anmeldung für einen der folgenden acht Themenbereiche:

1.    Religion, Sekten und Weltanschauungen 5.    Sport und Gesundheit
2.    Politik und Gesellschaft 6.    Umwelt, Geographie und Landwirtschaft
3.    Medien - Computer - Technik 7.    Freizeit, Schule und Arbeitswelt
4.    Film - Musik - Kultur 8.    Jugend und Familie

Vor dem Bewerb werden zum gewählten Bereich einfache, jugendspezifische Fragen oder Themen zugelost. Nach fünf Minuten Vorbereitungszeit ist dazu eine Rede zu halten.

Die Redezeit soll zwischen 2 und 4 Minuten liegen.

5.3 Neues Sprachrohr
In dieser Kategorie soll ein Anliegen in kreativer Form umgesetzt werden, um so das Publikum zum Nachdenken anzuregen, beispielsweise in Versform, in Form eines Poetry-Slams, als Kurzkabarett oder mit Musikbegleitung. Dabei können bis zu vier Darsteller*innen gemeinsam auftreten.
Die sprachlichen Elemente müssen dominieren, nichtsprachliche Gestaltungsmittel sollten die Grund­aussage unterstreichen und nicht zum Selbstzweck werden. Reine Musikdarbietungen sind unerwünscht. Es darf sich keinesfalls um eine reine Interpretation, Variation oder Reproduktion bereits vorhandener copy­right­geschützter Werke handeln. Ein neuer Text zu vorhandenen Melodien oder eine weit­reichende Überarbeitung von existierenden Vorlagen (Lieder, Szenen aus Theaterstücken, Filmen oder Literatur) sind erlaubt, in diesem Fall muss jedoch ein Quellennachweis erbracht werden.

Dauer der Darbietung: maximal 8 Minuten. Zeitüber- und -unterschreitungen werden durch Punkte­abzüge in der Beurteilung geahndet. Für den Auf- und Abbau aller benötigten Hilfsmittel dürfen insgesamt nicht mehr als 5 Minuten benötigt werden.

Die Kategorie Klassische Rede wird, wie unten folgend, getrennt bewertet:

  • Jugendliche der 8. Schulstufe (MS und AHS)
  • Jugendliche der Polytechnischer Schulen und Alternativformen
  • Jugendliche der Mittleren und Höheren Schulen (9. und 10. Schulstufe)
  • Jugendliche der Mittleren und Höheren Schulen (11. bis 13. Schulstufe)
  • sowie Jugendliche der Berufsschulen und Lehrlinge der Jahrgänge 1998 bis 2006

Für die Bewertung durch eine Expertenjury werden bundesweit einheitliche Bewertungsblätter verwendet, welche unterschiedliche Punktezahlen für verschiedene Kategorien vorsehen. Bei der Klassischen Rede und Spontanrede sind diese wie folgt:

  • Max. 30 Punkte für Inhalt (Klarheit und Nachvollziehbarkeit der Aussage)
  • Max. 20 Punkte für Präsentation (Kontakt zum Publikum, Gestik, Spannung, ...)
  • Max. 20 Punkte für Aufbau (spannende Einleitung, roter Faden, klares Ende, ...)
  • Max. 20 Punkte für Sprache (Aussprache, Grammatik, Wortwahl, ...)
  • Max. 10 Punkte für Fragenbeantwortung (sprachliche und inhaltliche Qualität)

(Wichtig: Beim Vorbewerb fällt die Fragenbeantwortung weg, daher ist die Punktehöchstzahl bei der Präsentation 30 Punkte)

Für das Neue Sprachrohr gibt es ein gering abgeändertes Wertungsblatt.

Zeitüber- oder -unterschreitungen werden durch Punkteabzüge in der Beurteilung geahndet. Unmittelbar nach der Klassischen Rede und Spontanrede werden von der Moderation ein bis drei Fragen zum Inhalt der Rede gestellt, deren Beantwortung in die Gesamtpunktezahl eingerechnet wird.

Alle Rednerinnen und Redner erhalten eine Urkunde, welche die erfolgreiche Teilnahme bestätigt. Zusätzlich gewinnen die drei Besten in der jeweiligen Kategorie Büchergutscheine. Die Siegerinnen und Sieger in den jeweiligen Teilnehmerkategorien dürfen außerdem beim Bundesredewettbewerb antreten, welcher im Jahr 2022 in Wien ausgetragen wird. Sie werden dabei von Personen des Referats Jugend betreut.

Für inhaltliche und pädagogische Beratung können Sie sich gerne an folgende Jurymitglieder wenden:

Mag. Markus Kerschbaumer (BORG Monsbergergasse, Graz) ker@borg1.at
Mag.a Katharina Hilbrand (BORG Bad Aussee) katharina.hilbrand@bildung.gv.at
Mag.a Nina Pongratz (BG/BRG Leoben alt) pong@gym-leoben.net

Das Referat Jugend des Landes Steiermark bietet allen angemeldeten Jugendlichen kostenlose eintägige Vorbereitungsseminare in der Zeit von 1. bis 14. Februar 2022 zwischen 14.00 und 17.30 Uhr in Stainach Irdning, Knittelfeld oder Judenburg, Weiz, Leibnitz und Graz an. Eine verbindliche Anmeldung ist dafür bei der Anmeldung zum Bewerb möglich.

Mitzubringen ist die vorbereitete Klassische Rede bzw. ein Konzept für das Neue Sprachrohr. (Termine in Ausarbeitung)

 
Empfehlung:

Bei größeren Schulen oder großem Interesse der Schüler*innen wird ein schulinterner Wettbewerb empfohlen. Da pro Schule max. neun Teilnehmer*innen beim Landesjugendredewettbewerb antreten dürfen, hat sich der Schulbewerb als faires und objektives Auswahlverfahren in vielen Fällen bewährt und wird auch an einigen Schulen regelmäßig durchgeführt. Das Referat Jugend stellt hierfür Bewertungsblätter sowie Infos zur Verfügung.

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